BEAVER NATURE RESERVE MARYCHA

Digital StillCamera

The Beaver Nature Reserve Marycha is our local nature reserve, only a few kilometers from home, easy to get there by bike or feet from our house, as you can see on the map below, our place is marked yellow and the nature reserve is in the big forest area.

mapa

The reserve covers an area of ​​208.51 hectares ( 164.31 hectares including the partial protection ), mainly forest, meadows, pasture.

Digital StillCamera

Through the middle of the reserve flows the Marycha river, which supports the native population of beavers .


Prevailing species in the forest are spruce, pine, oak, birch and alder . We have seen this year many deers and we had quite a close meeting with elk.

Protected plants in the reserve occur sporadically

daphne (Daphne mezerum ) ,

columbine (Aquilegia vulgaris ) ,

Aquilegia vulgaris - Harilik kurekell.jpg

English ivy ( Hedera helix) ,

clubmoss ( Lycopodium annotinum ) .

Lycopodium annotinum 161102.jpg

and rare plant Eupatorium cannabinum.

Visit us and enjoy wild nature in north-east Poland! If you like walking, cycling, birdwatching, canoeing or mushroom hunting this is a place for your holidays!

(Information about reserve, photo of plants and beaver from Wikipedia.)

For German readers I have added an article from a Swiss newspaper about holidays in the beautiful wild nature in our neighbourhood.


Neue Zuercher Zeitung
07. Juni 2013
Schleusen, Schilf und WeidenPaddeln in Podlachien – mit dem Wanderkajak über 200 Flusskilometer durch Polens grüne LungeZwei passionierte Wildwasserkajaker tauschen ihre wendigen Einer gegen ein grossvolumiges Zweier-Wanderkajak. Eine Reise durch Polen mit Tücken und eindrücklichen Naturerlebnissen.Manfred Schiefer

Zur deutsch-polnischen Hochzeit in Berlin hatten wir nicht nur den weitesten Weg, sondern auch das wohl ungewöhnlichste Reisegepäck: Zelt, Schlafsäcke, Spirituskocher und wasserdichte Säcke. Nach dem Hochzeitsfest zog es meine Partnerin und mich in den hintersten Winkel Polens. Die von der Landwirtschaft geprägte Woiwodschaft Podlachien, Grenzregion zu Litauen und Weissrussland, bildet zwar das wirtschaftliche Schlusslicht Polens – mit 4 Nationalparks, 88 Naturschutzgebieten und 15 geschützten Gebieten ist sie jedoch reich an Natur.

Eine erste Prüfung

Wir wollen den Wigierski- und den Biebrza-Nationalpark auf dem Wasserweg erkunden. Rund 200 Flusskilometer in zwölf Tagen: von Stary Folwark am Wigry-See die Czarna Hancza hinunter und weiter durch den Augustów-Kanal und die stark mäandrierende Biebrza bis zur Mündung in die Narew bei Wizna.

Schon kurz nach dem Einstieg in Wigry stellt uns die Natur vor eine erste Prüfung. Der Abfluss des Wigry-Sees, die Czarna Hancza, ist nicht mehr als eine schmale, fast zugewachsene Schneise im dichten Schilfgürtel. Erst nach einigem Suchen entdecken wir ein verwittertes graues Holzschild, das uns den Weg weist, und schon nach wenigen Metern eröffnet sich hinter der schmalen Schilfpassage ein gemächlich dahinfliessender, gewundener Waldfluss.

Wir paddeln zügig und lernen schon bald die Tücken des Wanderkajakfahrens kennen. Unser Leihkajak ist zwar schnell, fährt jedoch beinahe unbeirrbar geradeaus. Als Wildwasser-Individualisten müssen wir uns erst daran gewöhnen, synchron und in dem Rhythmus zu paddeln, der es mir als Steuermann erlaubt, die länger geführten Steuerschläge auszuführen. Das klappt nicht immer und kostet Kraft. Nach zwanzig Kilometern – sie fühlen sich an wie vierzig – können wir nur noch das Zelt aufbauen, dann kochen wir in der Abendsonne und rollen uns beim Dunkelwerden todmüde in die Schlafsäcke.

Obwohl viele Tagesausflügler unterwegs sind, fahren wir fast immer unbehelligt vom Lärm der anderen den Fluss hinunter – im Ohr nur Vogelstimmen und das sachte Plätschern unserer Paddel. Umschwirrt von dunkelblau funkelnden Libellen, paddeln wir an malerisch-majestätischen Baumleichen vorbei, auf denen sich die Enten sonnen, erkunden einen verwunschenen Moorsee und erfreuen uns immer wieder an riesigen Seerosen-Feldern. Wenn wir abends einen der zahlreichen Biwakplätze ansteuern, haben wir ihn immer für uns alleine. Die Ausstattung dieser Plätze, auf denen man für wenige Zloty übernachten kann, ist rudimentär: ein Plumpsklo, ein, zwei überdachte Picknicktische und ein wenig Holz für das Lagerfeuer. Die Fahrt, das wussten wir vorher, ist nichts für Verwöhnte.

Nach drei Tagen gibt es wieder einen behutsamen Kontakt mit der Zivilisation – die Brücke von Rygol, an der wir von der Czarna Hancza in den Kanal Augustów einbiegen sollen. Finden wir die Einfahrt nicht oder verwechseln wir sie mit einer anderen, droht uns eine Reise an die nur wenige Kilometer entfernte weissrussische Grenze. Da die beiden Länder alles andere als eine innige Freundschaft pflegen, wäre ein möglicher Kontakt mit den Grenzbehörden eher unerfreulich.

Doch anders als die Einfahrt in die Czarna Hancza ist der Weg in den Augustów-Kanal klar und deutlich. Angenehm überrascht, merken wir, dass wir uns ein falsches Bild vom Kanal gemacht haben. Eingebettet in eine stille Naturlandschaft, wirkt er oft wie ein sanft schwingender Wiesenfluss, dessen Ufer eben ein wenig zu gerade geraten sind. Dass gleich die ersten drei der insgesamt elf Schleusen renoviert werden, beeinträchtigt unser Fortkommen nur unwesentlich. Denn irgendjemand stellt immer einen rustikalen Bootswagen hin, mit dem man das vollgepackte Boot relativ bequem umsetzen kann.

Wasser im Boot

In Paniewo wird zum ersten Mal richtig geschleust. Das ist noch immer Handarbeit. Das durch den Schieber in die Schleusenkammer schiessende Wasser sorgt für heftige Wellen. Dass ich mich als der kräftigere und bessere Paddler an den dafür vorgesehenen Ketten festhalte, erweist sich als Fehler. Die Strömung drückt den Bug von der Mauer weg und zwingt meine Partnerin zu Korrekturschlägen, was so knapp an der Mauer nicht ganz einfach ist. Immer wieder schwappt schmutzig-schäumendes Wasser ins Boot. Doch weil wir unsere erste Schleusenerfahrung an einer Doppelschleuse machen, bekommen wir wenig später eine neue Chance. Nicht ich als Steuermann, sondern der vorne sitzende Paddler solle sich an der Kette festhalten, erklärt uns der Schleusenwärter. So klappt es wunderbar.

Bei der Einfahrt in den Jezioro Studzienczne merken wir, dass wir uns einer belebteren Ausflugsregion nähern. Doch auch hier finden wir einen idyllischen Lagerplatz, von dem aus wir die schwer ins Wasser platschenden und sich bald wieder mit peitschenden Flügelschlägen verabschiedenden Schwäne beobachten und einen herrlichen Sonnenuntergang mit dramatisch beleuchteten Wolken erleben. Die Weiterfahrt durch den Jezioro Bialy und den Jezioro Necko nach Augustów ist zwar länger als gedacht, aber auf beiden Seen sind kaum Boote unterwegs. Der Arm meiner Partnerin schmerzt von der langen Seeüberquerung bei Gegenwind. Jetzt zeigt sich, dass die Wahl des Zweiers gut war: Wir werden auch dann vorwärtskommen, wenn sie eine Paddelpause macht. Bei der Einfahrt in die Stadt liefern wir uns ein kleines Wettrennen mit einem voll besetzten Motorsegler. Wir fahren entlang der Promenade durch das Städtchen und biwakieren direkt beim Bootsverleih.

Am nächsten Morgen – dem sechsten Paddeltag – starten wir wieder im Augustów-Kanal, wechseln aber bald für etwa 25 Kilometer in die Netta, einen unprätentiös-stillen Wiesenfluss, der gelassen durch Schilf und Weiden mäandert. Den ganzen Tag treffen wir keine Menschenseele, nur von den Kühen werden wir immer wieder mit grossen Augen bestaunt.

An der Netta gibt es keine Biwakplätze. Kurz vor dem Zusammenfluss mit der Biebrza fragen wir eine Bauersfrau, ob wir unser Zelt auf ihrem Grundstück aufbauen dürften. Noch bevor wir unsere mühsam mit Hilfe des Führers gestotterte Frage beendet haben, kommt ein trockenes «tak», ja. Als wir uns am kommenden Morgen verabschieden und bezahlen wollen – es ist üblich, die Bauern mit fünf Zloty pro Person zu entschädigen -, wird unser Ansinnen entschieden abgewehrt. Wir werden sogar noch aufgefordert, unseren Wasservorrat aufzustocken.

Diese selbstverständliche Hilfsbereitschaft finden wir nach zwei Wochen im Land nicht mehr überraschend. Anfangs kamen uns die Menschen eher unfreundlich vor. Zunächst wirken sie oft so, als hätten sie den grimmigen Blick erfunden. Doch sobald man Kontakt mit ihnen aufnimmt, sei es durch ein freundliches «dziendobry» (guten Tag) oder eine Frage, hellt sich schnell die Miene auf.

Auf den letzten Metern vor der Biebrza erwartet uns jedoch eine unangenehme Überraschung. Der Schleusenwärter in Debowo ist so betrunken, dass er kaum gehen kann. Wir überlegen, ob wir unser ganzes Gepäck entladen und umtragen sollen. Doch dann bietet uns eine Frau ihre Hilfe an. Wenn wir nur das Boot mit Gepäck durch die Schleuse treideln, können wir mithelfen – und vor allem sitzen wir nicht ohne Leiter fünf Meter tief in der Schleusenkammer fest, falls etwas schiefgeht. Gemeinsam mit der Frau schieben wir das Tor auf, dann fahren wir doch hinein. Den Rest der anstrengenden Tätigkeit erledigt sie allein, während der Wärter hilflos am Balken lehnt und schimpft. Unser erleichtertes «dziekuje bardzo» (vielen Dank) entlockt unserer Helferin ein Lächeln. Jetzt sind wir auf der Biebrza.

Mehr als 270 Vogelarten

Der Biebrza-Nationalpark liegt im grössten und ursprünglichsten Sumpf- und Torfgebiet Europas. Im Frühjahr überschwemmt die Biebrza ein mehrere Kilometer breites Areal. Immer wieder zweigen Altarme ab, die mitunter so breit sind wie die Hauptströmung, und hinter oft schmalen Einfahrten öffnen sich prächtige Lagunen. Mehr als 270 Vogelarten leben hier. Oft stieben ganze Schwärme mit grossem Getöse davon, wenn wir um die Kurve kommen, und die Flugakrobatik der Fluss-Seeschwalben bestaunen wir wie ein Aviatik-Fan die Patrouille Suisse.

Anders als an der Czarna Hancza lässt das strenge Nationalpark-Reglement hier nur wenige Biwakplätze zu. Meist paddeln wir über kürzere Etappen. Trotzdem können wir uns nicht immer schon am frühen Nachmittag zur Erkundung des Hinterlands aufmachen. Der hölzerne Zaun, der Tiere vom Biwakplatz von Bialy Grad abhalten soll, ist defekt. Zwei Kühe liegen gemütlich im Schatten des Aussichtsturms. Dass wir im Geviert herumspringen, stört sie nicht. Da wir aber weder Boot noch Packsäcke unter Kuhdung hervorziehen möchten, müssen wir erst die Tiere davon überzeugen, dass sie hier falsch sind, und den Zaun flicken.

Am letzten Paddeltag starten wir früh, um gemütlich treibend die am Ufer stelzenden Störche beobachten und nach neuen Pflanzen ausschauen zu können. Wir wollen uns ein langes Picknick gönnen und noch viel von der speziellen Atmosphäre aufsaugen. Elche, Wölfe und Wisente, die hier auch leben, haben sich wie erwartet nicht am Fluss blicken lassen. – Ein guter Grund, wiederzukommen und den Biebrza-Nationalpark zu Fuss oder mit dem Fahrrad zu erkunden, wie es die meisten der jährlich über 20 000 Besucher machen.



 

sanctnet

Advertisements

One thought on “BEAVER NATURE RESERVE MARYCHA

  1. Pingback: TIME FOR DOGTREKKING | Under the linden tree

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s